Montag, 14. September 2015

We R memory keepers Heatwave Tool - Testbericht



Hallo ihr Lieben!



Da mein Post von Gestern im Nirvana des Blogger verschwunden ist, gibt es heute einen anderen Post. Vielleicht sogar einen besseren ;)



Wie sieht es eigentlich in eurem „Tool-“Schrank aus? Habt ihr eher wenige, dafür aber ausgesuchte Tools? Oder hortet ihr, so wie Tim Taylor der Heimwerkerkönig? Ich befinde mich wohl irgendwo dazwischen. Neue Tools sind toll, aber ich probiere sie gerne aus (wenn es geht) oder überlege es mir tausendfach. Die Cinch habe ich mir damals SOFORT kaufen müssen, einfach weil sie „in“ war und das Ende vom Lied war dann ein Flohmarktverkauf  im letzten Jahr ;) Und wisst ihr was? Ich vermisse das Teil nicht im Geringsten!  Dann gibt es aber auch Werkzeuge, die liebe ich…da wären de BigShot (jedenfalls seit dem sie wieder griffbereit und nicht im Schrank steht) und die Crop-a-Dile.



Welches Werkzeug reizt euch gerade am meisten? Bei mir ist es definitiv  die Minc Machine von Heidi Swapp, und dabei bin ich gar nicht so ein Gold-Glitzer-Flitter-Glitter-Mädchen. Verrückt! Wahrscheinlich musste ich deswegen das HEATWAVE Tool von We R memory keepers haben, als es erschien. Gold- und Folien-Gedöns ohne eine allzu teure Maschine oder Fummelei? Das klang perfekt! Passenderweise hatte ich im Juli Geburtstag und konnte es mir von einer guten Freundin wünschen. Mit Kind und jede Menge Urlaub dauerte es aber bis heute, bis ich das Teil ausprobieren konnte.

So sieht das Heatwave Tool verpackt aus. Es wird ohne Batterien geliefert und enthält ein paar Folien, so dass man, wenn man die Stencils dazu kauft, sofort loslegen kann ohne extra Folien kaufen zu müssen.

Ausgepackt....
Es liegt in etwa wie ein Drehmel oder so ein Pediküredingens in der Hand und ich würde mir für die Finger bereits irgendwie eine Extra "Fingerführung" wünschen, da das Gerät doch schwerer ist als gedacht.

Die Spitze des Tools ist ebenfalls anders als erwartet (vielleicht habe ich die Bilder aber nie richtig gesehen). Es ist nicht rund oder spitz, es ist quasi "beides" ein wenig. Mal sehen, wie sich das in der Anwendung zeigt.






Um das Werkzeug zu betreiben benötigt man drei Batterien (AA). Die Abdeckung des Batteriefaches war beim ersten  einlegen der Batterien doch schwergängig. beim zweiten und dritten Versuch ging es aber easy! Es gibt, was mich bei einem amerikanischen Hersteller (Safety first!) wundert, keinen Schutz für die Finger, um nicht an die heißwerdende Spitz zu kommen. Entsprechend sollte man hier wohl aufpassen.












Ich habe mir zwei Stencils zugelegt (oder eher zulegen lassen), einmal "flourish" mit Schnörkeln & Co und einmal "serif", ein Alphabet. 
(Leider ist die Fotoqualität nicht 1a, das Wetter spielte nicht mit)
Das Alphabet ist, genauso wie die Schnörkel, etwas feiner in der Linienführung. Die Stencils fassen sich von der Oberfläche her genauso an, wie die von vielen anderen Herstellern. Ich werde demnächst mal ausprobieren, ob man diese anderen Stencils auch nehmen kann.

Im Lieferumfang des Heatwave Tools sind 20 Folien á 4x6 inch (5 Farben, jeweils 4 mal) vorhanden. Mit der goldenen Folie, die im moment Trend und auch bei mir sehr beliebt ist, startete ich. Für den ersten Testlauf nahm ich das Alphabet. In der Verpackung gibt es keine Extraanleitung, sondern nur den kurzen Text: "...write with even pressure"...wie mit einem Stift. Aha. Na das kann ja nicht schwer sein*grins*


Folie aufs Papier gelegt, Stecil oben drauf und einmal die Konturen mit dem Tool herumgefahren....

Das Ergebnis haute mich absolut nicht von den Socken. Die Linen waren unterbrochen und insgesamt sehr unscharf bzw. verwaschen. Aber aufgeben? Niemals,!Aller Anfang ist schwer...oder wie war das noch gleich? Beim 2. Versuch "malte" ich dann die Schablone aus, so wie früher im Kindergarten ;)

Wenn ihr das Bild anklickt und es sich somit vergrößert,dann könnt ihr den Unterschied ganz gut sehen. Dank der reflektierenden Goldfolie war eine Nahaufnahme nicht möglich. Man erkennt aber eigentlich auch so ganz gut einen Unterschied. Erst recht bei den Ergebnissen:

Ganz zufrieden war ich aber immer noch nicht. Die Linien sind nicht so, dass ich es auf (m)einem Projekt anwenden würde. Ich erzielte diese Ergebnisse nicht nur bei Buchstaben,sondern auch bei Mustern und Co.  Hinzu kam, dass ich das Gefühl hatte, die Folie "lief" unter der Spitze des Tools davon.

Versuch Nummer 3:Ich ließ dann das Gerät einfach ein wenig "warm" laufen und versuchte es einige Minuten später erneut; diesmal mit einer anderen Farbe zum Vergleich. Damit mir die Folie nicht mehr abhaute, klebte ich sie mit Waschi auf das Papier. Das Problem hierbei ist aber, dass man sich einen Großteil der Folie beschädigt, was an sich auch nicht so toll ist. Nun ja, hier ist das Ergebnis:

Mhm....was meint ihr?

Ich probierte und probierte, malte kleine und größere Muster und verbrauchte 3 Folien, bis ich dieses Ergebnis hatte:



Hier sieht man deutlich, dass das "warmlaufen"  und die Washi-Fixierung doch  Erfolg brachte. ABER: 100%ig zufrieden bin ich immer noch nicht. Die Striche sind, selbst wenn man nur einen einzigen macht, nie hunterprozentig und irgendwie...habe ich von diesem Tool eindeutig mehr erwartet.

Vielleicht war es aber auch ein Anwenderfehler. Wie beim PC, ihr wisst schon...das Problem sitzt davor. Also schaute ich mir 2 Youtube-Videos an (eines von einer "Anwenderin" und eines direkt vom Hersteller). In letzterem Video wird ebenfalls Washi zum festkleben der Folie genutzt,.....mhm, wieso steht davon nichts in der Anleitung? Gut...also das Ganze noch einmal probiert....

Mit Washi die Folie fixiert und gaaaaaanz langsam und gleichmäßig das Tool bewegt. Mal mit Stencil, mal Frei-Hand. Ergebnis:
In der Nahaufnahme sieht man deutlich,dass das frei-hand Geschriebene doch besser ist, als das der Stencils. Perfekt?


Nun zum Fazit:





Ich liebe die Produkte von We R memory keepers, keine Frage, aber das Heatwave Tool ist für mich ein Fall für die Tonne. Zum einen ist die Spitze des Tools nicht wirklich zum Malen und Schreiben geeignet, das ganze Tool zu klobig um damit länger arbeiten zu können (jedenfalls glaube ich nicht, dass der Großteil der scrappenden Damen riesige Hände hat) und der Auftrag der Folien funktioniert einfach nicht einwandfrei. Das scheint nicht an mir zu liegen, denn nach Recherche im Netz (nachdem ich frustriert war) geht es einigen so. Dann, und das ärgert mich am meisten da es anders beworben wird, muss man das Tool gerade halten und nicht wie einen Stift, um überhaupt ein einigermaßen gutes Ergebnis zu erzielen. Die Stencils des Herstellers sind, jedenfalls meiner Erfahrung nach bei den Buchstaben und Schnörkeln, zu eng, als dass man vernünftig arbeiten könnte. Wer gut und gerne seine eigene Handschrift einsetzt, der könnte eventuell mit dem Gerät glücklich werden. Alle anderen, die eben gern die angebotenen Schablonen etc. nutzen möchten, muss ich wohl enttäuschen.



Mein Tipp: Finger weg!

Ich werde mir wohl doch die Minc in 6inch zulegen um Foil zu verarbeiten und mich nicht zu ärgern ;)



Kommentare:

  1. Hey, ich habe große Hände! Vielleicht ist das ja was für mich? *gacker*
    Ne, das klingt eher nach Reinfall. ;)
    LG Julia

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  2. Au weia! Ich erwarte mein Teil hier jeden Moment - aber da habe ich wohl auch mehr erwartet... Hast Du die Minc schon ausprobiert? Vielleicht hab ich da demnächst mal Möglichkeiten. :-)
    GLG!!

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    1. uuuh, echt? Nein, leider nocht nicht :( Die würde ich ja auch zu gern mal testen*sfz* in den USA war mir die Schlange zu lang....und ich ärgere mich wahnsinnig, dass ich sie nicht für die angebotenen 60$ mitgenommen hab. Ausprobieren wäre allerdings schon nicht schlecht..... ehe ich mir vor lauter Frust-Shoppen doch die 6 oder gleich 12inch kaufe *gröhl*

      aber vll bist du ja mit dem Heatwave-Dingens begabter als ich :D ich erwarte einen Bericht

      GLG!

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  3. Oje....oder gut.....schade, dass das Tool nicht so gut ist....aber dann spare ich mir das Geld.
    Das mit den großen Händen ist mir bei WeR schont als aufgefallen...der crop-a-dile corner punch kann zwar dickeres material punchen, aber nicht mit meinen Händen, ich kann kaum beide Griffe umgreifen.

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    1. Und danke für den ausführlichen Testbericht

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